Diagnose

Erste Anlaufstelle war der Caritas-Verein. Das Ergebnis: Entwicklungs-und Sprachverzögerung. 

            Keine Aussicht auf normalen Lebensweg

  SCHOCK !!!!!    

Und nun gings erst richtig los!

2 Jahre lang Frühförderung zu Hause. 

Vorstellung im Kinderzentrum und vielen Spezialisten

(Fachkliniken, Therapeuten und Ärzten).

 

 

Die erschütternde Diagnose:

 

-hochgradig kognitive (geistige)

Entwicklungsverzögerung ungeklärter Ursache

-begleitende, mittelgradige emotionale, grob u. feinmotorische Entwicklungsverzögerung

- Sprachstörung

Es wurden viele Test´s gemacht.

 

(Angelman-Syndrom, fragiles X- Syndrom,

Kreatin- Transporterdefekt , Schilddrüsen-Transporterdefekt,   

Verdacht auf Autistische Züge)  


 

Alle Krankheiten und Syndrome die getestet wurden, trafen auf Andre nicht zu.  

 

Niemand kann mir sagen, warum es gerade Ihn

 'erwischt' hat.

 

Andre ist auf dem Stand eines 1,5 - 2 jährigen Kindes. Sprechen kann er nicht.

Er lautiert zwar u. sagt die Worte Tschüß , Da und Nein ! Aber das war´s auch schon.

Durch den Heilpädagogischen Kindergarten wurden alle

möglichen Therapien ausgeschöpft: 

 

Krankengymnastik,  Reiten , Physiotherapie  

 

Bewegungsbad, Wahrnehmungsförderung 

 

Begleitende Sprachtherapie (auch mit Talkern)Logopädie  

 

Nachfolgend ein paar wahre Worte:

(nehmt euch die Zeit diese Zeilen zu lesen, vielleicht werden sie euch nachdenklich stimmen)

 

„Es“ hat mich getroffen

Zuerst die Vorteile: Ich kann mit meinem Sohn bis er sechs Jahre alt ist, umsonst in der ersten Klasse in der Deutschen Bahn durch Deutschland fahren.
Ich bekomme im Zoo oder Wildschweingehege Rabatt.
Mein Sohn ist auffallend hübsch.
Trotzdem ist bei uns etwas faul.
Und weil bei uns etwas faul ist, kann ich mich nicht zu den Normalo-Müttern zählen, die in ihren rosa Tigerentenclubs die Ikea-Cafes bevölkern und dabei ihre Zweit-Babys an der linken Brust nuckeln lassen. Die, welche normal entwickelte Luca-Finns oder Tim-Janniks zur Welt gebracht haben. Die vom Schicksal verschonten. Die Normalos aus Doppelhaushälften, die Dinge wie „als ich mit Lisa-Marie zum ersten Mal beim Frisör war“ oder „Pia-Luna-treibt- mich-zum-Wahnsinn-weil-sie-nur-rosa-tragen will“ ihren anderen weiblichen Club-Mitgliedern als aufregendstes Erlebnis als kleine Sensation verkaufen? Nein, ich gehöre nicht diesen Tigerentenclubs an. Denn „es“ hat mich getroffen. Ja, genau, Achtung, jetzt kommt das böse Wort. Mein Kind ist „behindert“ (autsch!), lauter: „behindert“ Das üben wir noch mal, das muss flüssiger kommen. Oute ich mich, kommt erst immer Standard-Situation Nummer eins: „Wirklich? Verwächst sich das nicht noch?“ Drei von zwei Malen folgt: „Hoffentlich ist meiner nicht auch behindert, er spricht so wenig! “ Wegsortiert in die Schublade „trauriges Einzelschicksal“, der kann später mal Schaukelstühle aus Wäscheklammern basteln. Die Folge-Einladung bleibt aus, Kontaktsperre zu den kleinen Finns und Leonies: Prinzessin Lillifee hat uns brutal aus ihrem rosa Reich geschmissen. Farbige oder asiatische Kinder sind ja mittlerweile chic, aber beh…(Ssst…bitte nicht das böse Wort!) kommt irgendwie nie in Mode.

„Scheiße, Scheiße, Scheiße“ fasst es gut zusammen. Nachdem wir mit unserem rätselhafen Sohn Dauergast bei Ärzten und Psychologen und Therapeuten waren, haben wir uns für diese Diagnose entschieden:Grobe Entwicklungs- und Sprachverzögerung unklarer Ursache.

Schwupps, schon raus aus dem Wettbewerb, stolze Präsentationen unseres Sohnes woanders entfielen.  Die Einladung zu einem Klassentreffen wäre jetzt eine Katastrophe.  Dass ich jetzt nur noch für meinen Sohn lebe und die Managerin für die Krankheit dieses Kindes geworden bin, ist eine Geschichte, die sich irgendwie so gar nicht verkaufen lässt. Auch wenn ich sagen würde: „Hey, ich bin trotzdem glücklich, er ist so ein niedliches Kerlchen, er macht eben nur kleine Fortschritte!“ Keine Chance, es glaubt Dir niemand. Es gilt überall – ob in der Stadt oder auf dem Land - stets die goldene „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“-Regel.
Liebe Tigerenten! Wenn Ihr auf einem Geburtstag oder einer Konfirmation gerade in guter Stimmung seid. Ladet mich ein und mindestens eine von Euch wird dabei sein, die vor Mitleid ein paar Tränen zerdrückt und mir versichert, wie leid ich ihr tue. Komisch, denke ich jedes Mal und ziehe dem nicht sprechenden Jungen die Jacke an.
Mein Sohn ist auffallend hübsch.

 

 

 

Das sind Andre´s Erzieherinnen die ihn die letzen Kindergartenjahre betreut haben u ihm viel beigebracht haben..

Ich danke Euch sehr dafür ... Wir werden euch sehr vermissen u noch oft an Euch denken

 

 

 

 

 

 

 

Gerade war ich mit Andre im Krankenhaus um noch wieder einige Untersuchungen machen zu lassen. Es wurde ein Wach EEG und ein Schlaf EEG gemacht. Dann sollte noch eine Hirnwasseruntersuchung gemacht werden. Diese ist dann aber verschoben worden, weil bei ihm im EEG eine Anfallsbereitschaft in der linken Gehirnhälfte festgestellt worden ist. 

 

Jetzt muß Andre noch ein 24 Std. EEG machen. Wenn dann 80% des EEG Kurvenspitzen aufweist, kann Andre mit Tabletten behandelt werden. Vielleicht kommt daher auch seine Sprachentwicklungsverzögerung.Es kann also sein das dann mit der Tabletten Einnahme seine Sprache zunehmend besser wird.  

 

Es wäre echt schön!

 

 

 

So jetzt haben wir das 24 Std. EEG hinter uns! Es waren anstrengende 24 std. da Andre ja nicht `krank`war sondern die ganze Zeit rumrennen konnte. Ich kenne jetzt jeden Winkel u jede Ecke des gesammten Krankenhauses  
Die Ergebnisse stehen leider noch aus. Werden aber nachgereicht. Hier erstmal ein paar Bilder!


                         







  

Ich habe vor ein paar Tagen das Ergebniss des EEG´s bekommen. Demnach steht fest, das Andre eine

Anfallsbereitschaft in der Linken Gehirnhälfte hat.    ........  Oje.........      was mache ich wenn er tatsächlich mal

 einen  Anfall bekommt.  


 

 


 

 


 

 

 


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