Ich heiße Birgit, bin im Wonnemonat Mai 1970 geboren und bin Hausfrau und Mutter von 2 Kindern.

 

Seit März 2011 bin ich bei einer Kreismusikschule hier vor Ort als Musiklehrerin  beschäftigt.

Ich bin dort für die Grundausbildung zuständig, d.h. Spielplatz Musik, Musikalische Früherziehung, Elementarkurs, Musik-AG´s in Schulen und ich unterrichte das Fach Keyboard.

 

Ich bin mit 2 Brüdern aufgewachsen und schon früh haben wir alle unsere Liebe zur

entdeckt.

 

Als 13 jährige stand Ich zum ersten Mal mit Vater und

Cousin auf der Bühne und unterhielt die

Leute mit alten Volksliedern (höhöhö), jeder fängt mal klein

an.

 

Ich machte eine Lehre zur Industrieelektronikerin Fachrichtung

Gerätetechnik,

1995 heiratete ich und 1997 bauten wir uns unser kleines Heim . 1997 kam auch meine Tochter

und 2000 meinen Sohn zur Welt.

Bis dahin war meine kleine Welt noch vollkommen in Ordnung.

Bis ich 2002 plötzlich von Ärzten hören mußte das mein Sohn Geistig Behindert ist und niemals so leben wird wie normale Kinder.

Es ist nicht leicht zu akzeptieren, wenn man gesagt bekommt:

"Ihr Sohn ist behindert".

Dies wurde aber erst 2 Jahre nach seiner Geburt herausgefunden.

Ich bin in ein tiefes Loch gefallen

Es gibt Situationen und Dinge im Leben, die es einem mit voller Wucht um die

Ohren schlagen,

und es einem schmerzlich bewusst werden lassen,

das das Leben des eigenen Kindes anders verlaufen wird,als das der meisten Kinder.

Es sind die alltäglichen Dinge des Lebens, die dann plötzlich anders verlaufen 

Z.b. Schule, Kommunion....usw.

Man fragt sich: Wie ist es mit ihm, wenn er erwachsen ist?

Welchen Kindergarten, welche Schule wird er besuchen?

Ist er wenn er erwachsen ist immer noch auf die Hilfe

von mir angewiesen?

Schafft er es allein? Wie Selbstständig

Wird er jemals Sprechen können??????

 

    

 

Mit dieser Situation mußte ich erst fertig werden und der Weg dorthin war schwer.

Aber mittlerweile habe Ich akzepiert, das Andre anders ist als andere Kinder.

 

Er ist mein *besonderes* Kind.

 

Und um nichts in der Welt würde ich mit einer normalen Familie tauschen wollen.

 

 

 

 

Leider ging meine Ehe genau zu der Zeit in der festgestellt wurde das mein Kind "anders" sein wird, in die Brüche

Nach 7Jahren war meine Ehe gescheitert und ich bin mit meinen Kindern aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen.

Mittlerweile sind fast 10 Jahre ins Land gezogen und wir haben uns in unserem neuen Zuhause alle gut eingelebt.

Ich habe einen neuen Mann kennengelernt, der auch meine Kinder akzeptiert und liebt. Im Dezember 2011 werden wir zusammen in ein gemeinsames Haus mit großem Garten einziehen.

Selbst der Kontakt zu meinem Ex-Mann ist wieder richtig gut.

Er begleitet mich zu vielen Arztterminen und ist auch immer da, wenn irgendwelche Aufführungen von den Kinder anstehen.

z.b. Schul- oder Tanzaufführungen ,Elternsprechtage usw.

  Alle 14 Tage fahren die Kinder zu Ihrem Vater, und sie freuen sich immer sehr darauf.

 

 

Alle verstehn sich gut. Was will Ich mehr. :-)